Geschichte bloggen, WTH?!

Fund in dem eigenen Dateienarchiv … Ronald Salzer : Danke!

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Die Inspiration, einen Blog zu starten, ist von mehreren Seiten gekommen  : ich wollte schreiben und meinen sprachlichen Ausdruck stärken. Ich wollte das Schreiben in meiner Muttersprache (Ungarisch) nicht vergessen, Deutsch besser lernen, und Übersetzungen anfertigen.

Ich wollte außerdem meine Themen dem Publikum zugänglich machen, da ich gesund eingebildet bin, und meine, sie können auch für andere interessant sein.

Mein Themenspektrum variert primär zwischen Geschichte und Japanologie, aber im Mittelpunkt steht immer meine Kernkompetenz, die Geschichtsforschung. Ich teile am liebsten selbst ermitteltes Wissen mit, schreibe gerne über die neuesten Resultate meiner Forschungs- und beruflichen Tätigkeit.

Die Definition eines geschichtwissenschaftlichen Blogs könnte folgendermaßen aussehen: Ein Essayband eines Berufhistorikers im Internet, dessen Gesamtcharakter primär durch die Persönlichkeit des Betreibers bestimmt ist, und im Laufe der Zeit immer komplexer und integrierter wird.

Der Blog kann ein wichtiges Tool des Wissensmanagements sein – man kann mit dem Bloggen einen intellektuellen und geistigen Wert bzw. gut funktionierende Brain- und Qualifikationspools schaffen. Für Blogs gilt generell, dass sie die Autonomie des Autors fördern. Das trifft auch auf den wissenschaftlichen Blog zu. Durch das Bloggen besteht die Chance, eine eigene geistige und existenzielle Autonomie zu schaffen … das ist meine fixe Idee, von dem Gegenteil kann mich kein Mensch überzeugen … Auch wenn das momentan noch nicht so klar ist …

Gegen Blogging sind tatsächlich einige Vorbehalte zu beobachten: Man meint generell, es sei ein Freizeitsvergnügen.

Es ist tatsächlich ein Vergnügen, da man freiwillig in seiner Freizeit bloggt! Aber ein total anspruchvolles Vergnügen. 🙂 Bei mir stecken beispielsweise in einem einzigen Eintrag ca. 2-4 Stunden Arbeit. Oder mehr.

Das Durchbrechen dieser durch Vorbehalte geschaffenen Grenze ist selbst bei Vorhandensein von Qualitätsgarantien nur langfristig möglich. Es liegt viel an den Prinzipien, der Grundeinstellung und nicht zuletzt an den Fachkompetenzen des Autors. Der endgültige Durchbruch kommt vermutlich erst dann, wenn eine kritische Masse an Universitätslehrenden sich von dem praktischen Nutzen des Blogs überzeugt, indem sie z.B. anspruchsvollem Inhalt und auch der „offiziellen” Forschung Gewinn bringenden Netzwerken begegnet.

Was das Technikwissen angeht, meine ich, dass die schon angesprochenen Prinzipien und die Grundhaltung generell wichtiger sind. Die Technik lernt man schnell und die Blogmotors sind benutzerfreundlich. (WordPress rulez!)

Und wo sich momentan die Geschichte-Blogosphäre befindet? Ich weiß es nicht: Niemand hat sich bei mir gemeldet und mir fehlte bisher die Kapazität, um der Community nachzugehen. Die Netzwerkbildung erfolgt aber auf vielen Wegen und die wertvollsten Kontakte sind nicht unbedingt Mitglieder der Blogosphäre.

Wichtig ist, Potenziale erkennen zu können, wie z. B. die Potenziale der vorhandenen Kontakte und wie diese in die Arbeitsprozesse eingebunden werden können.

Oder ein anderes Beispiel: Ich publiziere gerne auch Übersetzungen. Ich wurde niemals abgelehnt, ganz im Gegenteil: Die Autoren freuen sich sehr über das Angebot!

 

Ein Gewinn ist, wenn jeder gewinnt.

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